Es besteht Grund zu der Annahme, daß die Allgemeinheit mit dem Begriff „Musikunterricht" präzisere Vorstellungen verbindet als mit dem Begriff „auditive Wahrnehmungserziehung". Im Thema „Musikunterricht als auditive Wahrnehmungserziehung" wird also ein weitgehend bekannter Begriff auf eine Vorstellung bezogen, die erst allmählich in die Öffentlichkeit hineinzuwirken beginnt. Deutet dies darauf hin, daß der Musikunterricht sich von seinem bisherigen Selbstverständnis löst und sich an neuen Zielvorstellungen zu orientieren beginnt?
Eine Antwort auf diese Frage kann in drei Schritten versucht werden:
- Indem die gegenwärtige Diskussion um die Zielvorstellungen des Musikunterrichts charakterisiert wird.
- Durch die Diskussion des Begriffs „auditive Wahrnehmungserziehung" und seiner Bedeutung für die aktuelle musikpädagogische Diskussion.
- Durch die Erörterung fachdidaktischer Konsequenzen in ihrer Wechselwirkung mit fachwissenschaftlichen Aspekten.