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Einleitung
Dass Kinder im Grundschulalter gerne singen, und dass Singen als fundamentale menschliche Äußerungsform fester Bestandteil des Musikunterrichts ist, dass Lied und Singen auch in anderen Fächern ihren Platz haben können und dass sie aus keiner Schulfeier wegzudenken sind – all das sind Selbstverständlichkeiten.
Nicht so selbstverständlich aber ist, dass das Singen – vor allem im Musikunterricht – regelrecht erlernt wird, dass die Stimmen der Schülerinnen und Schüler geschult und entwickelt werden können und sollten.
Wenn der Musikunterricht nicht beim umgangsmäßigen Singen stehen bleiben, wenn er sich nicht mit dem jeweiligen stimmlichen status quo abfinden, sondern die Schülerinnen und Schüler fördern will, dann müssen auch stimmbildnerische Gesichtspunkte und entsprechende Übungen in den Unterricht mit aufgenommen werden. Der Unterricht kann dann nicht nur bewirken, dass die Klasse „schöner“ singt, sondern auch Fehlentwicklungen, die letztlich zu Schädigungen der Stimme führen können, vermeiden helfen. Als Beispiele genannt seien hier nur falsches Einatmen, falsche Atemführung, „Grölen“, „brustiges“, zu tiefes Singen oder auch „Säuseln“ und eine unklare Artikulation. Nicht zuletzt erbringt ein Musikunterricht, der stimmbildnerische Elemente enthält, auch einen Nutzen für die grundlegende Äußerung schlechthin: für das Sprechen.
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